+++ Null Verschwendung +++

Unser Verständnis von „Zero Waste“

10 R's der Kreislaufwirtschaft

Mit dem "Abfallwirtschaftskonzept 2020 bis 2030" gibt sich das Land Berlin erstmals eine Zero-Waste-Strategie. Es wird, analog zur Hierarchie der auf europäischer Ebene verabredeten Abfallpyramide, ein stärkerer Fokus auf die oberste Stufe, die Abfallvermeidung, gelegt. Ziel ist es, dass Abfälle möglichst gar nicht erst entstehen und die Transformation hin zu einer modernen und möglichst geschlossenen Kreislaufwirtschaft weiterentwickelt wird.

Und hier setzen wir an. Zero Waste heißt für uns "Null Verschwendung". Indem Abfälle vermieden werden, wird die Umwelt geschont und gleichzeitig werden Ressourcen effizienter und bewusster eingesetzt. Daher sprechen wir zusammen genommen auch von "Null Verschwendung".

Für die Umsetzung von Zero Waste stehen sehr viele verschiedene Ansatzpunkte und Hebel zur Verfügung. Sie sind angelehnt an die 10 R-Strategien der Kreislaufwirtschaft. Die darin erstgenannten Strategien Refuse, Rethink, Reduce, Reuse und Repair stehen für Ansätze im Sinne der Abfallvermeidung, die letztgenannten Strategien Refurbish, Remanufacture, Repurpose, Recycle und Recover stellen vor allem die Strategien dar, die dann angewendet werden, wenn der Abfall bereits angefallen ist.

Refuse: Verzichten und den Produktnutzen auf andere Weise erfüllen

  • Durch Angebote, die unverpacktes Einkaufen oder das Kaufen mit Mehrwegverpackungen ermöglichen, kann auf Wegwerf-Einwegverpackungen verzichtet werden. Dies erfordert die Anpassung von gelebten Einkaufsroutinen, aber reduziert Abfälle und schont Ressourcen.

     

Rethink: Überdenken von Eigentum und Nutzung

  • Indem wir Leihen, Leasen und Tauschen, müssen weniger Dinge neu gekauft werden. Auch das schont Ressourcen und reduziert Abfälle.

     

Reduce: Reduzieren durch Orientieren an verändertem Design

  • Produkte mit langer Lebenszeit, die lange haltbar sind, in guter Qualität produziert wurden oder im Laufe des Produktlebens  erweiterbar oder update-fähig sind, schonen Ressourcen. Denn dadurch entfallen Neukäufe und Abfälle werden vermieden.

     

Reuse: Wiederverwenden durch Kaufen, Spenden, Schenken

  • Durch Angebote für Wiederverwendung können nicht mehr gebrauchte, aber noch gut erhaltene Dinge für eine weitere Verwendung genutzt werden. Gleichzeitig kann auch jede:r selbst Secondhand-Angebote einkaufen und so den eigenen Neukauf durch etwas Gebrauchtes ersetzen. Dadurch werden Ressourcen geschont und Abfälle vermieden.

     

Repair: Reparieren und Instandhalten

  • Reparatur und Instandhaltung ermöglichen es, Dinge länger zu nutzen. Auch das ist eine wirksame Strategie um Abfälle zu vermeiden.

     

Viele weitere Ansatzpunkte sind möglich, darunter bspw. Vorkehrungen, mit denen gekaufte Lebensmittel so gelagert und verwendet und verkocht werden, dass sie länger haltbar sind und wirklich gar keine Reste mehr bleiben. Oder das Angebot wie auch die Inanspruchnahme von Bildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, die wertvolles Praxiswissen zur Umsetzung all dieser Strategien ganz konkret an die Hand geben.

Zur Stärkung von Null Verschwendung ist es Aufgabe der Zero-Waste-Agentur, die hinter den Zero-Waste-Strategien stehenden Angebote sichtbarer zu machen und durch unterschiedliche Maßnahmen zu stärken. Sprecht uns an, wenn Ihr Ideen habt!

Kurz erklärt

Berlin soll Null-Verschwendungs-Hauptstadt werden, in diesem kurzen Video erfährst du, wie das gelingen kann.

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